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58 Tage dauerte meine Trächtigkeit: Am 26. und 28. Juli hatte ich meine Rendezvous mit Dusty von der kleinen Nierwaldvilla und am 22. September kamen meine sechs Welpen zur Welt, zwei Hündinnen und vier Rüden. Sie sind alle sehr kräftig und legten gleich in den ersten  24 Stunden Gewicht zu. Hier das erste Bild fürs Album (weitere werden in den nächsten acht Wochen folgen):


Meine Schwarz-weißen sind im Augenblick sehr markant gezeichnet, aber auch die Schwarzen haben weiße Abzeichen, so daß nicht nur ich sie gut voneinander unterscheiden kann.

Eine Woche später

Vielleicht kann man im Vergleich der beiden Bilder den Größenunterschied nicht so gut einschätzen, aber tatsächlich haben alle sechs Welpen am 8. Tag ihres jungen Lebens ihr Geburtsgewicht mehr als verdoppelt und sind dementsprechend gewachsen:


Zwei Wochen später

Zwischen 1000 und 1300 Gramm bringt heute jeder meiner sechs Welpen auf die Waage. Das ist das Dreifache dessen, was sie bei der Geburt gewogen haben. Ich habe noch nie so viel gefressen wie in diesen Tagen, um ausreichend Milch zu produzieren. Und ich fürchte, ich muß mich sogar noch steigern, bis sie allein über ihre Fressnäpfe herfallen können.

Vorgestern begannen die ersten ihre Augen zu öffnen. Sehen können sie allerdings wohl noch nichts (aber was gibt es auch schon in einer Wurfkiste zu sehen?). Ich durfte die letzten beiden Tage wieder Spaziergänge mitmachen! Das war toll. Auf Dauer ist Nur-Wurfkiste- sehen und Nur-kleine-Welpenhintern-beschnüffeln etwas eintönig!

Und dann war da heute noch der erste allgemeine Hunde-Entwurmungstag. Die Welpen haben ziemliche Grimassen gemacht, weil sie doch bisher nur den Geschmack meiner Milch kannten. Aber sie waren tapfer, haben ohne Protest geschluckt.  


Ganz oben räkelt sich "Spiegel". Darunter sind "Butler" und "Bunte" zusammen mit "Blacky" zu sehen. Unten liegen "Spitze" und "Sternchen". Natürlich sind das nur ihre Wurfkisten-Namen. Ihre richtigen Namen erhalten sie von ihren Menschen, in deren Rudel sie in ein paar Wochen kommen werden.

Drei Wochen später


"Wir wollen hier raus!" - Ja, so schnell geht das. Vor ein paar Tagen konnten sie sich noch nicht auf ihren Beinen halten - und jetzt wird ihnen ihre Wurfkiste schon zu eng. Gemach, morgen dürfen sie zum ersten Mal ihren Balkon, Entschuldigung Laufstall erkunden. Ach, jetzt gibt es für meine Welpen soviele "Erstemale". Gestern haben sie  zum ersten Mal nicht nur meine Milch bekommen, sondern durften bestes Rindfleisch probieren, nämlich Tartar, das sie in den nächsten Tagen in etwas größeren Portionen zugefüttert bekommen. Morgen sollen sie außerdem zum ersten Mal Welpenmilch aus einer Schale trinken. Ich bin gespannt. So gut wie meine Milch kann die Industrielle nicht sein, aber sie würde mich doch etwas entlasten. Dauernd rufen sie nach neuer Nahrung. Inzwischen habe ich ihnen soviel Milch gegeben, daß alle am 21. Tag ihres Erdenlebens  das Vierfache ihres Geburtsgewichtes auf die Waage bringen. Konkret heißt das zum Beispiel: Mein Sohn "Spiegel" wog bei der Geburt genau 428 Gramm und heute - drei Wochen später - wiegt er über 1700 Gramm. Das schafft kein Mensch!

Mein B-Wurf-Sextett kann inzwischen riechen, hören, sehen - kann laufen, bellen und so mancher bekommt sogar schon das Wolfsgeheul hin, wenn auch mit etwas hoher Stimme. Kurz, als Mutter kann ich mit den Fortschritten meiner Koboldbande ziemlich zufrieden sein. Oder?


Ich weiß nicht, ob und wie sie sich Witze erzählen, aber sie scheinen auch schon in ihrer Wurfkiste einigen Spaß zu haben.

Vier Wochen später

Der Innenauslauf ist mittlerweile fest in Welpenhand/-pfoten - und so sieht er auch aus, obwohl beinahe stündlich das Raumpflegepersonal kommt und die gröbsten Spuren beseitigt. Das Gute: Die Wurfkiste bleibt sauber! Diese Lektion haben meine Kobolde jedenfalls schon gelernt, und das kann getrost als hoffnungsvoll für die künftigen Rudel gewertet werden. - Wenn das Wetter so schön wird wie die Meteorologen voraussagen, machen meine Welpen morgen ihren ersten Ausflug in den Garten. Der Außenauslauf steht für sie jedenfalls schon bereit. 


Wenn sie nicht gerade schläft, schmust oder tobt, sondern nur so beieinander hockt, wartet meine Koboldbande meistens auf etwas Freßbares.

Fünf Wochen später

Zwischen Adele und "Bunte" entwickelte sich in den letzten Tagen eine auffällige Vertrautheit.  Die Kleine würde gern aus ihrem Laufstall aussteigen, um mit der älteren Halbschwester zu spielen. Adele kümmert sich immer netter um die Welpen, weil sie sie inzwischen  als ihres Gleichen im Miniformat akzeptieren kann. Aber wenn die Kinder in ihr eine willkommene Ersatzmutter suchen, macht Adele Bocksprünge, beeilt sich aus der Gefahrenzone zu kommen oder knurrt, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlt.

Sechs Wochen später

Ich versichere euch: Meine Welpen bewegen sich! Und zwar schneller als der Fotograf oder dessen Kamera. Entweder sind die Kobolde längst wieder verschwunden, bevor die Kamera "klick" gemacht hat, oder sie sind auf den Bilder so verwischt, daß sie kaum noch zu erkennen sind. Also kann ich euch nur statische Bilder zeigen, auf denen meine Kinder stillhalten, weil sie erschöpft und müde sind: 


Bei "Butler" bin ich mir nicht sicher, ob er tatsächlich aus Erschöpfung schon im Flur einen Ruheplatz suchte; er ist immer froh, wenn er nicht in der Welpenkiste oder im Laufstall liegen muß.


Der Rest der Hundefamilie hat sich im Wohnzimmervorhang zusammengegrunzelt oder sucht den Hautkontakt zu den Geschwistern.

Ende der siebten Woche

Auf solche Attacken sollte man bei Schapendoezen gefaßt sein -schon im Welpenalter, aber sie haben ausschließlich freudigen Begrüßungs-charakter! - Meine Kobolde haben in dieser Woche jede Gelegenheit genutzt, um im Garten zu sein. Sie nahmen Geruchs- und Geschmacks-proben, von allem was da noch wächst, drehten (faast) alle Steine um, untersuchten den Hundehüttenboden - von unten ... spielten und rauften natürlich ... und gingen begeistert auf jede neue Herausforderung zu: 'mal war es der tolle Tunnel, ein andermal das Zelt mit den hundert Bällen ...


Am Sonntag mußte jeder für sich einen Verhaltenstest bestehen: Da wurde plötzlich eine Decke über sie geworfen oder es schepperte eine mit Nägeln gefüllte Metalldose auf den Boden. Dann standen sie unvermittelt einem großen, lebensecht aussehenden Rottweiler (aus Pappe) gegenüber - aber alle Prüflinge blieben unerschrocken. Selbst den Tischtest bestanden sie unbeschadet und ohne Zeichen von Angst: Sie wurden allein auf einen Tisch gestellt. Und dann passierte gar nichts. Also beschnüffelten sie die Decke auf der Tischplatte - gingen ein bißchen weiter, blickten über die Tischkante in den Abgrund, wendeten sich kopfschüttelnd ab und setzten sich zurück auf die Tischmitte. Ihr Gesichtsausdruck sagte: "Was soll dieses blöde Spiel, bei dem nichts passiert?" Und die Umstehenden freuten sich, daß nichts passiert war. - Menschen haben manchmal einen komischen Humor!

Ende der achten Woche

Alles ist (fast) vorbei. Meine Welpen sind - wie man so sagt - flügge. Aus "Sternchen" ist Beltene Liam geworden und reiste noch am Dienstag nach der Wurfabnahme in ihre neue Heimat bei Magdeburg. "Bunte" wird künftig Bijou gerufen, und geht am Samstag ins Stammland ihrer Vorfahren - in die Niederlande. Aus "Butler" wird nun Butler Buddy und lebt in Zukunft in Heidelberg. Am Sonntag verläßt uns "Spiegel" als Bootsmann nach Hannover. Und "Spitze" nennt sich jetzt Benno und läßt sich bei seinem neuen Rudel in Münster nieder. - "Blackys" ist notgetauft worden, auf Baldur von Chrisul's Kobolden, weil er für die Zuchtpapiere einen regulären Namen brauchte und zu diesem Zeitpunkt noch kein neues Rudel darüber bestimmen konnte. Das kam dann aber doch noch am Wochenende und nahm ihn mit nach Oldenburg.

Bestimmt sehen wir uns wieder, bei Kobold-Welpentreffen oder/und bei den alljährlichen IGS-Clubschauen in Alsfeld - oder einfach nur so mal, bei einem nichtoffziellen Besuch.


Acht Wochen waren die Wurfkiste und der Laufstall das Quartier meiner sechs Kobolde. Hier brachte ich sie zur Welt und hier wuchsen sie zu stattlichen jungen Schapendoezen heran, verzwölffachten ihr Geburtsgewicht. Wenn am Sonntag der Letzte das Rudel verlassen hat, wird alles wieder abgebaut und eingelagert - und Adele und ich  bekommen unsere Spielwiese wieder, den großen, dicken Berberteppich. Das ist sehr gut! - Ach, was ich noch sagen wollte: Ich habe auf jeden Fall das ganze nächste Jahr Urlaub!!!


Bei schönstem Frühlingswetter fand Mitte April unser erstes  Familientreffen statt: Bijou, Bootsmann, Benno, Milow alias Baldur und Beltene Liam waren samt Rudeln gekommen. Meine "B-Welpen", gerade 'mal sechs Monate alt, wachsen mir inzwischen über den Kopf. Benno als Größter erreicht mit 52 Zentimeter Schulterhöhe bereits das Maß seines Vaters Dusty. Natürlich habe ich allen klargemacht, daß ich als Mutter nach wie vor das Sagen habe. Dann wurde das Treffen aber eine vergnügte Wiedersehensfeier für Zwei- und Vierbeiner. Meine Töchter und Söhne tobten und rauften miteinander wie in den besten Welpentagen, benahmen sich aber gegenüber den Menschen absolut freundlich, wie es sich für Schapendoezen gehört. - Ich habe es niemandem gesagt, aber ich war schon ziemlich stolz auf meine Koboldbande.


Bart versammelte auf unserem gemeinsamen Ausflug zum Stöckchenspiel all' meine Schwarzweißen (-blauen) um sich: Seine Bijou links sowie Bootsmann und Benno rechts.